4 Medikamente

Die Dosierung des zu applizierenden Medikamentes hängt von der Grösse des Gelenkes, bzw. von der zu infiltrierenden Struktur ab. Bei intraartikulärer oder intrabursaler Steroidinfiltration wird in aller Regel ein kristallines Depot-Steroid gewählt. Bei peritendinösen Infiltrationen werden bevorzugt wasserlösliche Steroide verwendet, in ausgewählten Situationen, z.B. bei Tenosynovitiden mit intakten Sehnen, können auch kristalline Depot-Steroide benutzt werden. Je nach Indikation können Hyaluronsäurepräparate oder z.B. thrombozytenreiches Plasma (PRP) bevorzugt werden. Die Tabelle 5 zeigt eine Auswahl von im Alltag häufig verwendeten Produkten in der Schweiz (Stand Januar 2017).

Üblicherweise wird die Infiltration durch ein Lokalanästhetikum ergänzt, um eine sofortige analgetische Wirkung (der Wirkungseintritt der Steroide tritt in der Regel 24 bis 48 Stunden nach der Applikation auf und PRP-Anwendungen können schmerzhaft sein) zu erreichen.

Auswahl von Medikamente und von weiteren medizinischen Produkten

Triamcinolon

  • 80,40,10 mg Triamcinolonacetonid (Kristallsuspension)
  • 20 mg Triamcinolonhexacetonid (Kristallsuspension)
  • 80,40,10 mg wasserlösliches Triamcinolonacetonid (Triamcinolonhexacetonid-21-Phosphat)
  • 40,20,10 ml Hyaluronsäure-Natriumsalz
  • 32,16,8 mg Hyaluronsäure-Natriumsalz
  • 3-5ml plateled rich plasma (thrombozytenreiches Plasma)

Betamethason

  • Betamethasonum 5 mg (ut Betamethasoni dipropionas) mit Betamethasonum 2 mg (ut Betamethasoni natrii phosphas))
  • Betamethasoni acetas 3 mg mit Betamethasonum 3 mg ut Betamethasoni natrii phosphas)

Hyaluronsäure

40,20,10 ml Hyaluronsäure-Natriumsalz 32,16,8 mg Hyaluronsäure-Natriumsalz

Eigenblutpräparate

3-5ml thrombozytenreiches Plasma