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Remittierende seronegative symmetrische Synovitis mit eindrückbarem Ödem (RS3PE)

RS3PE (engl. remitting seronegative symmetric synovitis with pitting edema) ist eine Art von benigner seronegativer Polyarthritis, welche ältere Leute betrifft. Sie ist gekennzeichnet durch einen plötzlichen Beginn von Ödemen und Schwellung des Handrückens mit symmetrischer Polysynovitis der Handgelenke, Metakarpophalangeal-, Interphalangeal-, Tarsal- und Metatarsophalangeal-Gelenke, Tenosynovitis der Flexoren und Extensoren der Hand, Morgensteifigkeit mit negativen Tests von Rheumafaktor und antinukleären Antikörpern, sowie ein schnelles Ansprechen auf niedrigdosierte Kortikosteroide. Das Syndrom wurde erstmals 1985 durch McCarty et al. beschrieben.

Die Diagnose basiert hauptsächlich auf den klinischen Charakteristika und dem Ausschluss von anderen assoziierten Erkrankungen.

In Bluttests zeigen sich erhöhte entzündliche Marker (BSR und CRP), eine normozytische normochrome Anämie, ein negativer Rheumafaktor und einen negativen oder tiefen Titer für ANA. Röntgenbilder der Hände und Handgelenke zeigen eine Schwellung des Bindegewebes, aber Abwesenheit von Erosionen. Im Ultraschall kann eine Tenosynovitis der Flexor- und Extensor-Sehnen dargestellt werden. Eine Tenosynovitis sowohl der Flexor- als auch der Extensor-Sehnen im Handgelenk, sowie der Extensor-Sehnen der Füsse ist ein Markenzeichen der RS3PE. Die Magnetresonanztomographie kann verwendet werden, um die Krankheitsaktivität zu beurteilen, da sie Informationen über das Bindegewebe, den Knorpel und knöcherne Erosionen zur Verfügung stellt.


Pubmed

UpToDate

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Web:

Rheumanetz Österreich (German)

BMJ Journals

Archives of Rheumatology

Swiss Medical Forum Article (German)