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Plantarfasziitis

Plantarfasziitis bezeichnet eine Entzündung oder Enthesiopathie mit teilweisen Rissen der plantaren Faszie des Fusses. Die Plantarfasziitis wird als häufigste Ursache von Fersenschmerzen angesehen.

Klinische Merkmale der Plantarfasziitis:

Die meisten betroffenen Individuen beschweren sich über Schmerzen entlang der plantaren Fläche des Fusses, aber auch über Fersenschmerzen. Die Schmerzen verstärken sich bei Druck auf die Fussunterseite (z.B. Gehen, Rennen, Palpation). Ausserdem sind sie bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen am Morgen am besonders stark. Es gibt eine Druckdolenz an der Ansatzstelle der plantaren Faszie am inferioren Aspekt des Calcaneus. Prädispondierende Faktoren sind Übergewicht, Pes planus, Pes cavus, eine kurze Achillessehne und Stehen/Laufen auf harten Oberflächen.

Radiographische Merkmale:

Ultraschall: oft die anfängliche Bildgebungsmodalität der Wahl. Im Ultraschall zeigt sich typischerweise eine erhöhte Dicke und Hypoechogenizität der Faszie. Manchmal können auch Zeichen der Enthesiopathie oder partielle Risse entdeckt werden.

Einfache Röntgenaufnahmen sind nicht spezifisch, können aber einen assoziierten plantaren calcanealen Knochensporn = Enthesophyt offenbaren, obwohl dieser auch in asymptomatischen Individuen auftreten kann.

MRI: Zu den Signal-Charakteristika der betroffenen Gewebe gehören:

• T1/PD: mittlere Signalintensität

• T2: hohe Signalintensität

• STIR: sehr sensitiv für die Detektion sowohl faszialer als auch perifaszialer Ödeme, welche sich als schlecht begrenzte Bereiche von hoher Signalintensität zeigen.

Anfängliche Therapie:

- Fersenschale: bei Fussabnormalitäten sollten massgeschneiderte Orthesen in Betracht gezogen werden

- NSAR

- Dehnungsübungen der plantaren Faszie und der Achilles-Sehne

- Gewichtsbelastende Übungen vermeiden

Falls innerhalb von ca. 2 bis 3 Monaten keine Verbesserung eintritt, den obigen Plan fortführen und folgende Elemente hinzufügen:

- Nacht-Schiene: eine abnehmbare Schnie, die den Fuss während dem Schlaf in minimaler Dorsiflexion hält

- Eine lokale prp- (platelet rich plasma) oder Hyaluronsäure-Injektion in Betracht ziehen

- Extrakorporeale Schockwellentherapie: maximale Verbesserung ca. 3 Monaten nach der Behandlung

Falls nach ca. 6 bis 12 Monaten der konservativen Therapie keine Verbesserung eintritt:

- Überweisung für eine Chirurgie in Betracht ziehen (<10% der Patienten)


Pubmed

UpToDate

Images


Web:

WebMD

Runnersworld

MayoClinic

Patient.info

Schulthess Klinik (German)

eMedicineHealth