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Knöcherne Läsionen / Knochentumor

Knöcherne Läsionen

Knöcherne Läsionen sollten radiographisch nicht als maligne oder benigne definiert werden, sondern als aggressiv oder nicht-aggressiv. Einige maligne Läsionen können ein nicht-aggressives Erscheinungsbild aufweisen und viele gutartige Läsionen können sehr aggressiv auftreten.

Kriterien zum Beurteilen einer knöchernen Läsion:

Demographie: Knochenläsionen haben eine spezifische Tendenz bezüglich Alter und manchmal Geschlecht.

Lokalisation: Die Lokalisation der Läsion innerhalb des Skeletts ist wesentlich weil spezifische Läsionen bevorzugt bestimmte Stellen befallen.

Longitudinale Lokalisation: Häufigste Tumorstellen:

  • Epiphyse: Chondroblastom, Riesenzelltumor (RZT, GCT), aneurysmatische Knochenzyste (AKZ, ABC). RZT und AKZ gehen normalerweise von der Metaphyse aus und weiten sich in die Epiphyse aus.
  • Metaphyse: Osteochondrom, Chondrosarkom, nichtossifizierendes Fibrom, Enchondrom (lange Knochen), Osteosarkom, chondromyxoides Fibrom, AKZ, RZT.
  • Diaphyse: Enchondrom (Phalangen), Osteoid-Osteom, Osteoblastom, Ewing-Sarkom, fibröse Dysplasie.

Axiale Lokalisation: Die Stelle der Läsion sollte definiert werden als zentral, intramedullär, exzentrisch intramedullär, kortikal-basiert, oder Oberflächen-zentriert (periostal).

Übergangszone: Die Übergangszone zwischen der Läsion und dem anliegenden nicht-betroffenen Knochen sollte klassifiziert werden als:

  • Eng: klar definierte Ränder, welche mit einem Bleistift nachgefahren werden können. Dies ist ein nicht-aggressives Merkmal.
  • Weit oder unklar: schlecht abgrenzbare Ränder, können nur schwierig mit einem Bleistift nachgefahren werden. Dies ist ein aggressives Merkmal.

Muster der Knochenzerstörung: Das Muster des Knochenersatzes sollte beurteilt werden und charakterisiert werden als:

  • Geographisch: klar definierte Knochenläsion. Geographische Läsionen haben per Definition eine schmale Übergangszone. Dies ist ein nicht-aggressives Merkmal.
  • Blastisch oder sklerotisch: dicht sklerotische Knochenläsion. Kann aggressiv oder nicht-aggressiv sein.
  • Permeativ: schlecht abgrenzbare knöcherne Zerstörung. Dies ist ein aggressives Merkmal.
  • Blasig: multilokuläre Transparenzen, mit oder ohne expansilem Erscheinungsbild. Dies ist normalerweise ein nicht-aggressives Merkmal.

Vorhandensein von Matrix: Falls vorhanden, lässt sich Matrix in eine der folgenden Kategorien einteilen:

Typen von Nichtaggressiven Primären Knochentumoren nach Erscheinung der Matrix:

KLAR

FIBRÖS

CHONDROID

OSTEOID

Einkammerige Knochenzyste

Fibroxanthom

Enchondrom

Osteom

Aneurysmatische Knochenzyste

Fibröse Dysplasie

Osteochondrom

Osteoid-Osteom

Riesenzelltumor

Chondroblastom

Osteoblastom

Eosinophiler Granulomkomplex

Chondromyxoides Fibrom

Knochentumor

Wichtige Determinanten in der Analyse eines möglichen Knochentumors sind:

  1. Die Morphologie der Knochenläsion auf einem einfachen Röntgenbild

    • Gut definiert osteolytisch

    • Schlecht definiert osteolytisch

    • Sklerotisch

  2. Das Alter des Patienten

--> Das einfache Röntgenbild ist der wichtigste Untersuch zum Differenzieren dieser Läsionen.

CT und MRI sind nur in ausgewählten Fällen hilfreich.


Pubmed

UpToDate

Images


Video:

Bone Tumor Imaging


Web:

List of bone tumors and lesions - Radiology Assistant

Bayesian Bone Tumor Diagnosis

Healthline

OrthoInfo

MedlinePlus


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