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Coronavirus COVID-19

COVID-evidence Database

COVID-19 Dashboard by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University (JHU)

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Informationen zum Coronavirus (COVID-19 / SARS-CoV-2)

Die Lage kann sich laufend ändern. Aktuelle Informationen und Antworten auf häufige Fragen zum Coronavirus finden Sie auf der Website des BAG

Das BAG hat für Fragen Telefon-Hotlines eingerichtet (täglich von 8 bis 18 Uhr):

  • Für Gesundheitsfachpersonen: 058 462 21 00
  • Für die Bevölkerung: 058 463 00 00

Statement Clinical Affairs Kommission (Stand 23. Juni 2020)

Nach aktuellem Stand gibt es keinen Grund, dass Patienten ihre Basistherapie unterbrechen, solange kein Verdacht auf eine aktive Infektion mit dem Coronavirus besteht (z.B. Husten, Atemnot und/oder Fieber ≥ 38ºC).

Update zu Plaquenil® (Hydroxychloroquin)

Stand 9. Juni 2020:

Gemäss dem Schreiben des BAG vom 8. Juni 2020 hat sich die Versorgung mit Hydroxychloroquin für chronische Patientinnen und Patienten stabilisiert und bereitet derzeit keine Schwierigkeiten mehr. Angesichts der günstigen Entwicklung der Lage werden die Empfehlungen und Begleitmassnahmen (Verwendung des Bestellformulars) deshalb mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Studiendaten konnten die Hinweise auf eine Wirksamkeit des Medikamentes bei COVID-19 Infektionen nicht belegen.

Stand 9. April 2020:

Bei der Versorgung mit Plaquenil® ist es verschiedentlich zu Engpässen gekommen, da es Hinweise auf eine Wirksamkeit dieses Medikamentes bei COVID-19 Infektion gibt und es deshalb in dieser Indikation neu eingesetzt wird, zusätzlich zu den mit hoher Evidenz belegten rheumatologischen Indikationen.

Das BAG hat mit einem Schreiben vom 9. April 2020 zur Problematik Stellung genommen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit einer Indikation für Hydroxychloroquin geregelt. Hydroxychloroquin kann über den üblichen Weg bezogen werden, soll aber nur innerhalb der zugelassenen Indikationen abgegeben werden (Polyarthritis, Systemischer Lupus Erythematodes, Photodermatosen, Malariaprophylaxe). Für die Verschreibung muss zwingend ein Bestellformular ausgefüllt werden. Die Grossisten/Hersteller dürfen nur liefern, wenn ein Bestellformular vorliegt.

Für COVID-19 Patienten sind für den Spitalsektor separate Hydroxychloroquin-Kontingente zur Verfügung gestellt worden.

Empfehlung der SGR zur Verabreichung von Actemra® s.c.

Actemra® gehört derzeit zu den für COVID-19 verwendeten Therapien (siehe https://ssi.guidelines.ch/guideline/3352). Aufgrund von Hinweisen, dass Actemra® bei Patienten mit schwerer Lungenmanifestation wirksam sein könnte, wird es bereits an vielen Spitälern eingesetzt, wobei bei diesen Patienten primär die intravenöse Applikation von Actemra® zur Anwendung kommt.

Um Engpässe bei der Verfügbarkeit von Actemra® i.v. für COVID-19 Patienten zu vermeiden, empfiehlt die SGR, bei Patienten mit Actemra® bei einer rheumatischen Erkrankung, nach Möglichkeit von einer intravenösen Gabe auf eine subkutane Verabreichung umzustellen. Gemäss Studien hat Actemra® s.c. bei Rheumatoider Arthritis eine gleichwertige Wirkung gezeigt wie Actemra® i.v., somit sollte eine Umstellung ohne Nachteile für die Patienten möglich sein. Zudem kann durch die Umstellung auf eine subkutane Selbstinjektion vermieden werden, dass die Patienten für Infusionstherapien ins Spital oder in die Praxis kommen müssen.

Aufhebung der Vorgabe zum Schutz der Gruppe besonders gefährdeter Personen

Gemäss Art. 28 der Verordnung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) wurde die COVID-19-Verordnung 2 vom 13. März 2020 aufgehoben. Es gilt das Arbeitsgesetz. Die Entscheidung darüber, ob die Arbeitnehmenden zu Hause oder im Büro arbeiten sollen, ist zukünftig dem Arbeitgeber überlassen. Die Home-Office-Empfehlungen wurden aufgehoben, ebenso die Vorgaben zum Schutz der Gruppe besonders gefährdeter Personen. Auch diese können wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Gesundheit der Arbeitnehmenden mit entsprechenden Massnahmen zu schützen. Vorrang haben dabei die Massnahmen bezüglich Abstand, Händehygiene und Reinigung. In Fällen, in denen aus beruflichen Gründen der Abstand von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann, hat der Arbeitgeber weitere Präventionsmassnahmen zu ergreifen (z.B. physische Trennung, getrennte Teams oder das Tragen von Schutzmasken).

Empfehlung für Patientinnen und Patienten

Derzeit gibt es keine allgemein gültigen Hinweise, die angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus zum Absetzen aller immunsuppressiven Medikamente raten lassen. Nehmen Sie also Ihre antirheumatischen Medikamente bis auf weiteres unverändert weiter ein.

Im Einzelfall mag aber Ihr behandelnder Rheumatologe oder Hausarzt zu einer individuell anderen Einschätzung von Nutzen und Risiken Ihrer Behandlung kommen und die Behandlung zumindest vorübergehend aussetzen wollen. In dem Fall folgen Sie bitte den individuell getroffenen Anweisungen. Weitere Informationen